Rezensionen zu "Der Schicksals Sommer"

 Susanne L. (November 2020)

“Der Schicksals Sommer„
Als ich von diesem Roman zum ersten Mal hörte, machte der Titel mich zwar neugierig, aber war nicht das was ich für gewöhnlich suche und lese.
Ich lese gerne Schicksalsromane die in der Gegenwart spielen und nicht in der Vergangenheit.
Da mich jedoch meine beste Freundin drängte mir wenigstens einmal diesen Roman, den sie schon zu Hause hatte, grob zu überfliegen, machte er mich dann doch neugierig.
Wie ich schon erwähnte, ich mag Schicksalsromane die in der Gegenwart spielen. Bei diesem jedoch habe ich einmal eine Ausnahme gemacht da die Entwicklung des Protagonisten und die Geschichte bis zum Schluss extrem gut geschrieben und spannend gehalten wird.
Das erste Kapitel ist schon hart und zeigt auf, wie schnell ein sonst so normales Leben aus den Fugen geraten kann. Über die Härte war ich schon ein wenig erschrocken und hatte schon fast befürchtet, dass es im gesamten Roman so weitergeht, aber dem ist nicht so.
Ab dem zweiten Kapitel bekommt man einen Einblick in das Leben des Protagonisten und wie zerbrechlich er zu diesem Zeitpunkt noch ist, aber im Verlauf des Romans merkt man auch wie die Entwicklung in seinem Leben ihn immer weiter formen und reifen lassen.
Die Erzählungen über seine Zeit in Frankreich die er als Jugendlicher dort verbrachte und die Parallelen die der Gegenwart (mit Gegenwart meine ich hier die achtziger Jahre), in seinem Leben nicht nur widerspiegeln, sondern auch wiederholen, fand ich persönlich, sehr mitnimmt.
Dass der Autor es tatsächlich geschafft hat, bis zum Schluss die Spannung aufrecht zu halten, ist nicht immer üblich. Zwar konnte man, wenn man sehr genau und sehr bewusst liest, schon in einigen Kapiteln vor dem Ende herauslesen, was eventuell passieren könnte, zum Schluss, aber dazu darf man diesen Roman auf gar keinen Fall oberflächlich lesen.
Ich persönlich bin begeistert von diesem Roman, obwohl er in der Vergangenheit spielt, von daher kann ich Ihnen nur weiter empfehlen.